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Vortrag & Diskussion: Gemeinschaftliches Wohnen in Essen – so geht’s!
Di., 10.11.2026, 18:00 - 20:00 Uhr, VHS Essen
Steigende Mieten, knapper Wohnraum und eine Stadtgesellschaft, in der die Isolation wächst, erzeugen einen spürbaren Druck. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich das Leben in den Quartieren auf andere Art organisieren lässt. Gemeinschaftliche Wohnformen gelten vielen Fachleuten als ein Schlüssel zu einer resilienteren Stadtstruktur. Die Umsetzung scheitert im Alltag jedoch oft an starren Vergabe- und Bauvorschriften.
In Kooperation mit dem Bündnis „Essen zieht zusammen – Netzwerk Essener Wohnprojekte“ greifen wir dieses Dilemma auf. Es bringt engagierte Initiativen und Stimmen aus Politik und Verwaltung an einen Tisch. Die Veranstaltung setzt den erfolgreichen Austausch fort, der im Mai 2026 in der VHS Essen begonnen hat. Der Abend verbindet Berichte über Hürden mit der Suche nach dem, was in Essen als Nächstes möglich ist.
Wer den Wunsch nach Veränderung spürt, findet hier Erfahrungswissen. Zum Beispiel: Was unterscheidet eine Baugruppe von einer Genossenschaft? Wie wird aus einer losen Idee ein tragfähiges Konzept? Welche Erfahrung gibt es in anderen Kommunen, in denen Wohnprojekte bereits zum Stadtbild gehören? Anhand von Beispielen aus dem Revier berichten Aktive über ihren gelungenen Weg von der Idee zur Realisierung. Genauso kommt zur Sprache, woran Vorhaben ins Stocken geraten, etwa bei Grundstücksverhandlungen. Nach Einschätzung des Netzwerks zeigen diese Pionierarbeiten, dass soziale und ökologische Ziele Hand in Hand gehen können.
Welche Weichen die Stadtpolitik jetzt stellen müsste, wird an diesem Abend verhandelt. Wie viel davon sich in den kommenden Jahren realisieren lässt, hängt vom langen Atem der Beteiligten ab.
Hintergrundbild:
Menschen nutzen Balkone für Alltag,
Kreativität und Gemeinschaft.
Foto: Gvardgraph/shutterstock/VHS Essen
Unsere Vision
Als Netzwerk von und für Essener Wohnprojekte und anders-wohnende Kollektive verstehen wir uns als eine dynamische Gemeinschaft, in der jedes Projekt durch seine (Un-) Erfahrungen die anderen bereichert. Die Prozesse, die unsere Projekte durchlaufen, von der Entstehung bis zur Weitergabe an neue Generationen, sehen wir als lebendige Beispiele alternativen Lebens. Durch gemeinsame Reflexion, das Sammeln und Weitergeben von Wissen möchten wir neuen Wohnprojekten den Projektstart erleichtern. Zugleich zeigen wir mehr Menschen, dass gemeinschaftliches Leben vielfältig, möglich und erstrebenswert ist. Wir erkennen unsere Rolle als Wegbereiter:innen an, die sich im Verbund dafür einsetzen, die Stadtpolitik zu überzeugen, mehr für Wohnzusammenschlüsse zu tun. Dabei gehen wir gleichermaßen selbstbewusst und sensibel vor, um unsere Ziele zu erreichen und Kulturen des gemeinsamen Lebens in unserer Stadt nachhaltig zu fördern.

ZIEL 1
Entstehende Wohnprojekte unterstützen
und vernetzen
Unsere Ziele
Unser Ziel ist es, Wohnprojektgruppen bei allen Phasen ihrer Entstehung zu unterstützen, von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Durch die Bereitstellung von Informationen, Beratung und Vernetzung möchten wir die Eigeninitiative stärken und den Erfahrungsaustausch fördern.
Maßnahmen:
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Übersicht erstellen über Akteur:innen/Netzwerke
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Zusammenbringen von Akteur:innen, die Wohnraum suchen
und denen, die Wohnraum haben (z. B. Vermittlungsplattform) -
Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung
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Lobbyarbeit in stadtpolitischen Zusammenhängen
ZIEL 2
Solidarität zwischen den Wohnprojekten erhalten und weiter fördern
Maßnahmen:
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Regelmäßige Treffen im Netzwerk
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Aktuelle Themen besprechen und in Aktion treten

ZIEL 3
Wissen gemeinsam weitergeben
Wir haben mit unseren Wohnformen Antworten auf gesellschaftliche und individuelle Fragen gefunden und haben das Ziel, diese gemeinsam weiterzutragen und zu vervielfältigen.
Die Themen von hohem gesellschaftlichen Interesse des gemeinschaftlichen Wohnens sind:
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Vereinsamung als demographisches Phänomen unserer Zeit
(Wohnprojekte als Ermutigung gegen Vereinzelung und Einsamkeit) -
Gesellschaftliches Engagement durch Wohnprojekte
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Bedeutung von Wohnprojekten für die Stadt(teil)entwicklung
(z. B. Stabilisierung von Mieten) -
Nachhaltigkeit
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Persönliches Wohlbefinden/individuelle positive Lebensgeschichten
in Wohnprojekten -
Generationsübergreifend/Durchmischung von Generationen in Wohnprojekten
Maßnahmen:
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Wir betreiben gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit/politische Lobbyarbeit zu den oben genannten Themen insbesondere über:
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Website
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Politische Statements/Positionspapiere
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Blog
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Newsletter
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Weitere gemeinsame Publikation
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Künstlerische Umsetzung
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Thementage
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Demos
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Wir wollen uns gegenseitig motivieren und inspirieren.
Was ist eigentlich ein Wohnprojekt?
Wohnprojekte sind Initiativen, die über die Herkunftsfamilie hinausgehen und bewusst Gemeinschaften bilden. Das gemeinsame Entwickeln, Gestalten und Verwalten eines selbstbestimmten Zuhauses stehen im Vordergrund. Die gelebte, diverse Gemeinschaft ist ein zentrales Motiv. Das gemeinsame Wirken kann über den Wohnort (z. B. ins Quartier, Stadtteil, Kommune) hinausgehen. Wohnprojekte leben in unterschiedlichen Wohnformen zusammen - von Mietmodellen über Genossenschaften bis hin zum Mietshäuser Syndikaten. Wohnprojekte können sowohl in Ein- als auch Mehrfamilienhäusern ansässig sein.

